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PreFree – Risiken bei Bluthochdruck und/oder Präeklampsie frühzeitig erkennen

Wie können Schwangere mit Verdacht auf oder einem erhöhten Risiko für Präeklampsie sicher betreut werden – und gleichzeitig unnötige oder zu frühe Krankenhausaufenthalte vermieden werden?

 

Genau hier setzt PreFree an. Im Rahmen der deutschlandweiten Studie wird untersucht, wie eine neue App Schwangere und medizinisches Fachpersonal bei der Überwachung und Behandlung von Bluthochdruck unterstützen kann.

 

Ziel ist es, mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen und Schwangeren eine sichere und möglichst selbstbestimmte Versorgung zu ermöglichen.

Was ist Präeklampsie?

© UKE

Präeklampsie ist eine Schwangerschaftskomplikation, die bei etwa 3 bis 5 % der Schwangeren auftritt und mit ernsthaften Komplikationen für die Schwangere und das ungeborene Kind verbunden sein kann. Ein erhöhter Blutdruck und weitere Auffälligkeiten, beispielsweise Eiweiß im Urin, können auf die Erkrankung hinweisen.

 

Eine besondere Herausforderung besteht darin, den weiteren Verlauf und mögliche Komplikationen zuverlässig vorherzusagen. Bei einem Verdacht auf Präeklampsie werden Schwangere daher häufig engmaschig überwacht und teilweise vorsorglich stationär aufgenommen. Längere Krankenhausaufenthalte können jedoch eine erhebliche Belastung für die Betroffenen und ihre Familien darstellen.

 

Eine bessere Einschätzung des individuellen Risikos könnte dazu beitragen, Schwangere gezielter zu betreuen und gleichzeitig ihre Sicherheit und die ihres Kindes zu gewährleisten.

 

Wie funktioniert PreFree?

© UKE

PreFree steht für „Preeclampsia Prediction” und verfolgt das Ziel, die Vorhersage möglicher Komplikationen bei Präeklampsie zu verbessern.

 

Die PreFree-App ermöglicht es Schwangeren, relevante Werte wie Blutdruck, Gewicht und Urin regelmäßig zu Hause zu erfassen und besser zu verstehen. Die Daten werden digital übermittelt und können für die medizinische Betreuung genutzt werden.

 

So soll die digitale Fernüberwachung dabei helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und medizinisches Fachpersonal bei der Einschätzung des individuellen Risikos zu unterstützen.

 

Die PreFree-Studie untersucht, wie gut dieses Versorgungskonzept in der Praxis funktioniert. Die Studie wird unter Leitung des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) gemeinsam mit mehreren Kliniken und Projektpartnern durchgeführt und durch den Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gefördert.

 

Die Rolle von GFCNI im PreFree-Projekt

GFCNI bringt insbesondere die Perspektive von Patientinnen und Familien in das PreFree-Projekt ein. Wir wirken an Studien- und Informationsmaterialien sowie am Patientinnen-Fragebogen mit und begleiten die Bewertung der Ergebnisse aus Patientinnensicht. Darüber hinaus unterstützen wir die Kommunikation über PreFree und Präeklampsie und vermitteln Informationen und Projektergebnisse über unser Netzwerk an Betroffene, Patienten- und Patientinnenorganisationen und medizinisches Fachpersonal auf deutscher und europäischer Ebene.

Studienteilnehmerinnen gesucht

Für die PreFree-Studie werden aktuell Schwangere als Studienteilnehmerinnen gesucht.

 

Auf der offiziellen Studienwebsite des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf finden Interessierte ausführliche Informationen zu den Voraussetzungen für eine Teilnahme, zum Ablauf der Studie und zu den teilnehmenden Kliniken.

 

Mehr über die PreFree-Studie erfahren und an der Studie teilnehmen:

Über das Projekt

Projekt: PreFree – Sektorenübergreifende Versorgung von Risikoschwangerschaften mittels digitaler Fernüberwachung und Entscheidungshilfe

Projektleitung: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Klinik und Poliklinik für Geburtshilfe und Pränatalmedizin

Laufzeit: Oktober 2025 bis September 2028

Förderung: Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Förderkennzeichen: 01NVF23110

Konsortialpartner: Bundesverband Präeklampsie & HELLP-Syndrom e. V., Charité – Universitätsmedizin Berlin, Global Foundation for the Care of Newborn Infants (GFCNI), IKK gesund plus und Techniker Krankenkasse

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